Wie man Links so per Mail verschickt, dass der Empfänger damit auch etwas anfangen kann
Es kommt immer mal wieder vor, dass man jemanden einen Link zu einer interessanten Webseite per E-Mail schicken will. Sei es, weil man hier wichtige Informationen für die Kollegen oder Geschäftspartner entdeckt hat, sei es, weil man Freunde und Bekannte auf lustige oder skurrile Videos aufmerksam machen will.
In der Regel ist das kein Problem: man kopiert die URLs aus der Adressleiste des Browsers in eine E-Mail und fertig. Der Empfänger kann diesen Link anklicken und die verlinkte Webseite wird im Browser geöffnet.
Das funktioniert in 9 von 10 Fällen. Aber manchmal geht es auch schief. Dann nämlich, wenn das E-Mail-Programm des Empfängers den Link nicht korrekt erkennt und statt einer anklickbaren Verknüpfung zu einer bestimmten Webseite nur noch verstümmelten Code produziert, bei dem ein Klick bestenfalls in einer Fehlermeldung mündet.
Dergleichen ist bei einer privaten Mail noch eine hinnehmbare Panne, bei einer geschäftlichen Mail wird es es rasch ein Indiz für die Inkompetenz des Absenders. Und wer will das schon?
Nun hat man als Absender zwar keine Kontrolle darüber, wie eine E-Mail beim Empfänger letztlich ankommt, aber man kann einige Vorkehrungen treffen, um eine ärgerliche Panne bei der Link-Vermailung zu vermeiden.
- Schicken Sie prinzipiell keinen Link ohne Kommentar! Muten Sie dem Empfänger Ihrer Mails nicht zu, erst auf einen Link klicken zu müssen, um zu erfahren, was Sie ihm mitteilen möchten. Ein kommentarloser Link ist nicht nur unhöflich, sondern auch ein Erkennungsmerkmal von Spam oder Betrugsmails.
- Verzichten Sie auf Klammern um einen Link wie < > oder [ ]. Das erschwert in manchen Mailprogrammen die automatische Erkennung von Links.
- Bauen Sie Links möglichst nicht in den Fließtext Ihrer Mail ein, sondern gönnen Sie ihnen eine eigene Zeile.
- Falls das nicht geht, lassen Sie nach dem Link auf jeden Fall ein Leerzeichen, auch dann, wenn ein Punkt, eine Klammer oder ein Komma angeschlossen wird. Andernfalls wird das Satzzeichen als Teil der URL interpretiert und der Linke führt ins Leere.
- Entfernen Sie, wenn möglich, überflüssigen Ballast aus dem Link. Arbeiten Sie sich bei sehr langen Links dabei von hinten nach vorn vor. Oftmals kann man Variablenwerte löschen, ohne den Link selbst zu beeinflussen. Sie erkennen diese Variablen an einem Fragezeichen, gefolgt vom Variablennamen und einer Wertzuweisung. Beispiel “?id=dwrs2134″.
- Wenn ein Links nicht zu kürzen ist und die Gefahr besteht, dass er beim Empfänger verstümmelt ankommt, dann schicken Sie den Link in doppelter Gestalt: einmal komplett, einmal als Abkürzung über TinyURL. (Aber Vorsicht! denken Sie daran, dass TinyURL nicht für vertrauliche oder sensible Links geeignet ist!)
