Tipps zum Weihnachts-Einkauf im Netz
(Mit Material von Window Snyder, Mozilla)Weihnachten naht und die Kauflust der Konsumenten ist zumindest online ungebrochen. So hört man aus den USA, dass sich Amazon auf einen neuen Umsatzrekord vorbereitet und auch sonst die Online-Umsätze allen Finanzkrisen zu Trotz deutlich anziehen. Forrester Research rechnet weltweit mit 51 Milliarden Online-Weihnachtsumsätzen, davon sollen hierzulande satte 12 Milliarden umgesetzt werden.
Gleichzeitig häufen sich aber auch die Betrugsmeldungen. Was ja kein Wunder ist – wenn das Treiben auf dem Weihnachtsmarkt dichter wird, haben die Taschendiebe Hochkonjunktur. Das ist im Internet nicht anders, nur dass die Taschendiebe hier mit anderen Methoden arbeiten.
Da trifft es sich gut, dass Window Snyder, oberster Sicherheits-Experte von Mozilla, eine Reihe guter Tipps zum sicheren Online-Einkauf gibt:
Vorsicht bei trügerischen Links
Laut einer Studie von Consumer Reports haben US-Bürger während der vergangenen zwei Jahre etwa 630 Millionen US-Dollar durch betrügerische Phishing-Seiten verloren. Auf solchen Webseiten werden Verbraucher auf trickreiche Weise dazu aufgefordert, private Informationen wie zum Beispiel Konto- und Kreditkartendetails oder Passwörter preiszugeben. So senden Kriminelle etwa E-Mails mit Links zu Seiten, die denen einer vertraulichen Quelle – zum Beispiel der eigenen Bank – täuschend ähnlich sehen. Oft verstecken sich auf der betrügerischen Seite aber doch irgendwo noch Rechtschreibfehler oder ein Link, der zu einer mit Schadcode infizierten Internet-Seite führt. Beachten Sie folgende Regeln:
- Ein seriöses Unternehmen wird Sie niemals per E-Mail nach Pass- oder Kennwörtern, Kontodetails oder anderen sensiblen Informationen fragen.
- Wenn Sie per E-Mail von einer Bank oder einer anderen Organisation aufgefordert werden sich anzumelden, um Ihre Informationen zu verifizieren, indem Sie auf den mitgeschickten Link klicken, löschen Sie am besten gleich die E-Mail. Oder Sie öffnen ein separates Browser-Fenster und geben die Internet-Adresse (URL) der Webseite händisch ein.
Immer auf dem aktuellen Stand bleiben
Ist ihr Browser nicht auf dem aktuellen Stand, sind Sie verwundbar und setzen sich gewissen Risiken aus. Wenn Schwachstellen entdeckt werden, sorgt der Software-Anbieter für eine Aktualisierung. Neuere Software wird automatisch aktualisiert, Sie können dies aber auch selbst nachprüfen und die Aktualisierung manuell durchführen.
- Bei Firefox klicken Sie auf “Hilfe” und dann auf “Firefox aktualisieren”.
- Beim Microsoft Internet Explorer klicken Sie im Menü “Extras” auf “Windows Update”, um die Software auf den neuesten Stand zu bringen. Besuchen Sie auch http://www.update.microsoft.com/, um die letzten Sicherheits-Updates zu erhalten.
- Für Mac OS wählen Sie einfach im Apple-Menü den Punkt “Softwareaktualisierung” aus.
Kreditkarten und Lastschrift
Viele Kreditkarten-Anbieter und Banken ergreifen weitreichende Maßnahmen, um Sie vor Betrugsversuchen zu schützen. Online-Einkäufe per Kreditkarte oder Lastschrift sind nicht nur einfach, sondern machen auch die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten einfacher. Betrügerische Kreditkartenzahlungen und Lastschriften können Sie in aller Regel zurück buchen lassen. Informieren Sie sich über die genauen Bestimmungen und Fristen Ihrer Bank bzw. Ihres Kreditkarteninstituts.
Seien Sie wachsam
Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge, um missbräuchliche Abbuchungen früh zu bemerken. Ignorieren Sie dabei keine kleinen Beträge und halten Sie die Nachverfolgung nicht für Zeitverschwendung. Kriminelle, die es auf Ihr Konto abgesehen haben, prüfen oft zunächst mit kleinen Beträgen, ob eine Kreditkarte oder Konto überhaupt belastbar ist, bevor größere Summen abgebucht werden.
Achten Sie auf das “S”
Stellen Sie selbst sicher, dass Sie im Web auf der sicheren Seite sind. Wenn die Internet-Adresse (URL) mit HTTPS statt mit HTTP beginnt, liegt eine sichere Verbindung vor. Die Daten, die während dieser Verbindung übertragen werden, sind verschlüsselt und für Datendiebe praktisch nicht abhörbar. Beachten Sie jedoch, dass dies nicht zwangsläufig auch bedeutet, dass Sie es mit einem seriösen Anbieter zu tun haben.
Vermeiden Sie unseriöse Webseiten
Ähnlich wie bei einem Spaziergang im Dunklen gilt es sich in vertrauter Umgebung aufzuhalten, wenn man persönliche Informationen preisgibt. Erkundigen Sie sich, wem Sie vertrauen können. Wählen Sie Anbieter mit einem guten Ruf.
