Sie suchen eine Blog-Software? Nehmen Sie WordPress.
Kürzlich war es mal wieder soweit: ich konnte feststellen, wie ganz erstaunlich gut die Blog-Software WordPress ist. Denn es passierte etwas, was eigentlich nicht passieren sollte – es trat ein kritischer Fehler auf. Das ist natürlich ärgerlich, aber unvermeidlich, es gibt leider keine fehlerfreie Software. Entscheidend für die Qualität eines Produktes ist daher nicht so sehr die Anzahl der Fehler, sondern die Art und Weise, wie damit umgegangen wird. Und hier agiert WordPress absolut vorbildlich.
Der Fehler wurde praktisch umgehend dokumentiert und behoben. In kürzester Zeit stand ein neues Update von WordPress bereit, ein paar Stunden später war auch die deutsche Lokalisierung verfügbar. Und selbst die Update-Prozedur ist so einfach wie nur denkbar, innerhalb von zehn Minuten hatte ich meine vier WordPress-Blogs (neben diesem hier noch ASml, insideMac Blog und Notizen) auf den neuesten Stand gebracht.
WordPress setze ich jetzt seit rund vier Jahren ein und ich bin hochzufrieden. Wie vergleichbare Lösungen aus der Open-Source-Szene basiert auch WordPress auf PHP und MySQL, einer Handvoll HTML-Dateien und diversen Templates zu Gestaltung der eigentlichen Webseiten.
Was mich an WordPress von Anfang an überzeugte war die Übersichtlichkeit und der Minimalismus dieser Lösung. Während andere Systeme einen zum Teil widersinnigen Aufwand treiben und sich dabei unförmig aufblähen, setzt WordPress auf die Maxime “So viel wie nötig, so wenig wie möglich”. Das beginnt bereits bei der Installation von WordPress, die innerhalb kürzester Zeit abgeschlossen ist. Vom Download der aktuellen WordPress-Version bis zum Schreiben des ersten Blog-Postings vergehen nur wenige Minuten.
Wer sich nach den ersten Schritten mit WordPress vertraut gemacht hat, kann das System durch Templates, Widgets und Plug-Ins erweitern, wer über einige grundlegende HTML-/CSS-/PHP-Kenntnisse verfügt, kann WordPress praktisch beliebig umbauen und ganz nach eigenen Wünschen anpassen.
Wohlgemerkt: man kann, man muss nicht. Denn inzwischen ist die WordPress-Szene so umfangreich und aktiv geworden, dass man dort zu praktisch jedem Problem eine Lösung findet und auf jede Frage eine Antwort.
Für mich ist WordPress nicht nur ein wertvolles, täglich eingesetztes Werkzeug, sondern auch ein schönes Beispiel dafür, was Open Source vermag.
