Drei Alternativen zu Microsoft Office
Gelegentlich erreichen mich Leseranfragen, die von allgemeinerem Interesse sind und die ich daher gern an dieser Stelle beantworte. So wie die folgende Anfrage von François L. aus Luxemburg:
Ich habe ein neues Laptop mit Vista gekauft. Da Ich nur eine ältere Version von Word, Excel und Power Point habe, stellt sich nun die Frage, welche Alternativen ich habe, wenn ich nicht das teure MS Office kaufen möchte?
Diese Frage höre ich häufiger, also ist es vielleicht keine schlechte Idee, sie einmal öffentlich zu beantworten.
Dabei gibt es wie so oft eine schlechte und eine gute Nachricht.
Die schlechte Nachricht gleich vorweg: Wenn Sie in einem Microsoft-zentrierten workflow arbeiten, im Büro in einem Exchange-Netzwerk eingebunden sind oder hochspezialisierte und individuell angepasste MS-Office-Dokumentenvorlagen benutzen: dann, so fürchte ich, führt kein Weg an MS Office vorbei.
Zumindest nicht, ohne die Rahmenbedingungen nachhaltig zu ändern. Das ist natürlich möglich, wie jedes Unternehmen beweist, dass zu Linux wechselt, aber als einzelner Mitarbeiter hat man fast keine andere Chance, als sich hier an die Spielregeln seines Arbeitgebers zu halten.
Die gute Nachricht ist: Die beschriebene Situation ist gar nicht so häufig wie man glauben möchte. Oftmals ist die Überzeugung, man müsse unbedingt mit MS Office arbeiten, einfach nur ein Irrglaube.
In kleinen Büros und erst recht bei Einzelplatzrechnern ist der Einsatz von Microsoft Office oftmals nicht notwendig, hier sind alle anfallenden Arbeiten mindestens genau so gut (wenn nicht sogar besser) mit einer preiswerten Alternative zu erledigen.
Selbst wer im Büro nolens volens mit Word, Excel & Co. arbeiten muss, kann daheim auf seinem Rechner problemlos mit alternativen Programmen arbeiten, ohne sich um den Dokumentenaustausch allzugroße Sorgen machen zu müssen. Schließlich ist das Microsoft-Format heute Bürostandard und jedes alternative Programm kann natürlich die entsprechenden Dateien lesen und schreiben.
Mein Tipp: Probieren Sie’s einfach mal aus. Die folgenden drei Alternativprogramme sind entweder kostenlos oder können eine Zeitlang kostenlos ausprobiert werden:
Open Office ist die mit Abstand wichtigste Office-Alternative. Das kostenlose Open-Source-Programm besteht aus den üblichen Office-Programmen und bietet eigentlich alles, was man so im Büro-Alltag braucht. Mit Sicherheit die Nummer eins, wenn es um eine Alternative zu MS Office geht.
Softmaker Office kostet rund 70 Euro und stammt vom deutschen Anbieter Softmaker. Das Programmpaket besteht aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und einem Präsentationsprogramm. Softmaker Office kann 30 Tage lang kostenlos ausprobiert werden.
Corel Wordperfect Office ist eine Programmsammlung rund um den ewigen Word-Konkurrenten Wordperfect und kostet gut 100 Euro. Neben Wordperfect enthält das Paket die Tabellenkalkulation Quattro Pro und das Präsentationsprogramm Pesentations. Auch hier können Sie sich eine Testversion herunterladen.
Sie sehen – es muss nicht immer MS Office sein.
