100 Millionen
Besitzen Sie ein Handy? Was für eine blöde Frage, mögen Sie vielleicht denken. Natürlich besitzen Sie ein Handy. Nach der neusten Statistik des Bitkom könnte man jedenfalls mit hoher Treffsicherheit Wetten abschließen, dass ein x-beliebiger Passant ein Handy in der Tasche hat.
Denn im April 2008 wurde erstmals die 100-Millionen-Grenze bei den Mobilfunkanschlüssen überschritten. Da Deutschland derzeit rund 85 Millionen Einwohner hat, heißt das, dass statistisch gesehen, jeder Einwohner, ganz gleich, ob Säugling oder Greis, mindestens einen Mobilfunkvertrag abgeschlossen hat.
Nun schließen Säuglinge keine Verträge ab und es gibt auch unter den Erwachsenen zahlreiche Leute gibt, die aus verschiedensten Gründen – von „brauche ich nicht“ über „das nervt nur“ bis hin zu „ich trag’ doch keine Ortungswanze mit mir herum“ oder „das ist schädlich“ – Handys und Mobilfunkgeräte generell ablehnen, müssen manche Einwohner Deutschlands nicht nur zwei, sondern drei oder vier Mobilfunkverträge abgeschlossen haben.
Mit 100 Millionen Mobilfunkverträgen liegt Deutschland (in absoluten Zahlen) weltweit auf Platz 7. Die Länder mit den meisten Mobilfunkverträgen sind: USA, China, Indien, Russland, Brasilien und Japan.
Parallel zu den Mobilfunkverträgen stieg auch die Zahl der UMTS-Anschlüsse, doch machen sie immer noch nur einen eher kleinen Bereich aus. Für das Jahr 2007 weist der Bitkom 97,4 Millionen Mobilfunk-, aber nur 10 Millionen UMTS-Anschlüsse aus. Für dieses Jahr prognostiziert man ein 60-prozentiges Wachstum, was gut klingt, aber in absoluten Zahlen halt doch nur 16 Millionen bedeutet. Natürlich ist das nicht nichts, aber doch sehr weit davon entfernt, die Milliarden-Investitionen in den UMTS-Ausbau wieder hereinzubekommen.
Aber das könnte sich im Laufe der Zeit noch ändern, denn das Nutzungsverhalten ändert sich allmählich. So ist der Anteil von SMS und MMS beim Datenverkehr im Mobilfunknetz leicht gesunken, während die mobile Internet- und E-Mail-Nutzung deutlich anzieht. Anders gesagt: die schmalbandige Nutzung geht zugunsten der eher breitbandigen Angebote zurück.
